EDL-G: DIN EN 16247-1 / DIN EN ISO 50001 / EMAS III - ein Vergleich

Kosten-Nutzen-Analyse

Energieaudit nach DIN EN 16247-1

Kosten

  • Zw. 2.000 – 5.000€/Jahr (Pro Unternehmen externe Beraterkosten)
  • Tatsächliche Kosten sind erst nach Vorliegen der angekündigten Durchführungsverordnung der BAFA bestimmbar

Nutzen

  • Reduzierung des Energieverbrauchs
  • Steigerung der Energieeffizienz
  • Transparente Kostenzuordnung

Energiemanagementsystem nach ISO 50001

Kosten

  • Anfangsinvestitionen zur Einführung eines EnMS variieren von Anbieter zu Anbieter
  • Einführungskosten: zw. 3.000 – 15.000€ einmalig
  • Externe Beratung: zw. 3.000 – 16.000€ einmalig
  • Pflegeaufwand: zw. 5.000 – 40.000€ jährlich
  • Zertifizierung: zw. 2.000 – 15.000€ jährlich

Nutzen

  • Verbesserung der Energieeffizienz
  • Preiswerterer Einkauf von Energie
  • Wettbewerbsvorteile
  • Senkung des Unternehmensrisiko durch Nutzung erneuerbarer Energiequellen; damit unabhängiger vom Netzbetreiber
  • Senkung des finanziellen Risikos durch niedrigere Grundkosten an Energie
  • Glaubwürdigkeit, Transparenz in der Öffentlichkeit
  • Internationale Anerkennung, da ISO höher bewertet wird als nationale oder europäische Norm
  • Verbesserung der Energiebilanz wirkt sich sofort positiv auf die Kosten aus

Umweltmanagementsystem nach EMAS III

Kosten

  • Variiert nach Organisationsgröße und Branche sowie interne und externe Kosten
  • Erstmalige Validierung: bis ca. 10.000€
  • Externe Beratung: bis ca. 10.000€
  • Interne Kosten: zw. 2.000 – 50.000€
  • Laufende Kosten zur Aufrechterhaltung: bis ca. 15.000€

Nutzen

  • Nachhaltige Verbesserung des betrieblichen Umweltschutzes
  • Verbesserung des Beschaffungsprozesses
  • Energiekosteneinsparungen
  • Wettbewerbsvorteile
  • Mehr Rechtssicherheit
  • Glaubwürdigkeit, Transparenz in der Öffentlichkeit
  • Minimierung von Haftungsrisiken

Fazit

Energieaudit nach DIN EN 16247-1

Die Durchführung von Energieaudits nach DIN 16247-1 hilft KMUs und Nicht-KMUs ihre Energieeffizienz zu verbessern und den Energieverbrauch zu reduzieren. Zusätzlich profitieren Unternehmen weiterhin von Steuerentlastungen, wie dem Spitzenausgleich. Da nicht alle Mitarbeiter oder nur teilweise in die Durchführung des Audits eingebunden werden, wird die Energiepolitik im Unternehmen: Die Steigerung der Energieeffizienz und Senkung des Energieverbrauchs nicht in allen Abteilungen transparent. Ein Energieaudit ist eine rein energetische Bewertung der DIN 50001. Bedeutet: Einsparpotenziale werden identifiziert, Maßnahmen zur Reduzierung des Energieverbrauchs festgelegt, jedoch noch nicht durchgeführt. Das Energieaudit nach DIN 16247-1 sorgt für die Grundlagen, um anschließend ein Energiemanagementsystem nach DIN 50001 einzuführen. Da Energieaudits jährlich durchgeführt und alle 4 Jahre erneuert werden müssen, können sich die Kosten für den jährlichen Beratungsaufwand auf denselben Umfang belaufen, wie die Kosten für die Einführung und Pflege eines Energiemanagementsystems nach DIN 50001.

Energiemanagementsystem nach ISO 50001

Die Nutzung eines Energiemanagementsystems ermöglicht dauerhafte Energieeinsparungen von bis zu 30%. Die Energiepolitik steht dabei im Fokus. Da der ganze Betriebsablauf mit einbezogen und somit mehr Engagement der Mitarbeiter gefordert wird, trägt das Energiemanagementsystem zur Stärkung der Corporate Identity (CI) bei. Zusätzlich profitieren Unternehmen weiterhin von Steuerentlastungen, wie dem Spitzenausgleich. Zunächst müssen mehr Ressourcen bereitgestellt werden. Der Kosten- aufwand ist zu Beginn deutlich höher als die Durchführung von Energieaudits, gleicht sich aber aufgrund der jährlich durchgeführten Audits langfristig aus.

Umweltmanagementsystem nach EMAS III

Beim Umweltmanagementsystem nach EMAS III werden umweltbezogene Daten, Maßnahmen und Erfolge in regelmäßigen Umwelterklärungen detailliert für die Öffentlichkeit erstellt. Neben der Reduktion des Energieverbrauchs und der Verbesserung der Umweltpolitik profitieren Unternehmen vom Spitzenausgleich oder der EEG-Umlage. Durch die Einbeziehung der Mitarbeiter werden das umweltbewusste Verhalten der Mitarbeiter sowie die Corporate Identity (CI) gestärkt. Die Kosten für die Einführung und Aufrechterhaltung variieren stark nach Organisationsgröße und Branche sowie den internen und externen Kosten.

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